Larence und Rollie - Philippinen

Aktuelles

Blindenschule Myanmar: Lebensmittel fehlen!

Trotz massiver Gewalt gegen die Demonstranten gehen die Menschen in Myanmar täglich auf die Straße, um für eine Rückkehr zur Demokratie zu kämpfen. Die Solidarität innerhalb der Menschen ist ungebrochen und der Mut der gesamten Bevölkerung ist stärker als die Angst vor tödlichen Schüssen.
Für alle Jugendlichen im Land, darunter auch die Schüler*innen der Blindenschule in der Nähe von Mandalay, eröffneten sich insbesondere in den letzten Jahren ganz neue Bildungsmöglichkeiten. Dieses Grundrecht wollen sie natürlich nicht schon wieder hergeben müssen.
Die gegenwärtige Situation wird in Kürze zu einem bedrohlichen Engpass an Lebensmitteln für die blinden Schüler*innen führen. Bisher gab es ausreichend Spenden durch die Menschen vor Ort, die jetzt aber ausbleiben. Ändern Sie diese Situation: Helfen Sie den 40 Schüler*innen in dieser Notlage mit einer Spende von  

50 € pro Tag - für Lebensmittel


Diese Unterstützung ist Ihnen wichtig? Dann spenden Sie bitte!

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Computer, Smartphone & Co.

Ihre Spenden für Smartphones und Laptops sind angekommen!

Vielen herzlichen Dank!

 

Die Kinder der Blindenschule in Myanmar haben bei einem Training zum richtigen Umgang mit dem Smartphone viel gelernt! Sie kennen jetzt alle Funktionen und sind dankbar für dieses vielseitig einsetzbare Kommunikationsmittel, sei es beim Lernen oder zum Chatten mit ihren Freund*innen.

Leider haben wir unser Spendenziel von 23.000 € noch nicht erreicht.

Es wurden bisher 15.000 € gesammelt, so dass wir Sie um weitere Spenden bitten möchten.

 

Online-Unterricht soll für blinde Menschen nicht nur aufgrund der unsicheren Entwicklung von Corona den normalen Schulunterricht ersetzen, sondern vor allem eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Digitale Medien sind gerade für blinde und seheingeschränkte Menschen sehr wichtig! Das Lesen und Schreiben findet heute vorwiegend digital statt mittels einer Software für Spracherkennung, die anschließend die Sprache in Text umwandelt. Ebenfalls ist das Lesen von Texten im Internet oder bei verschiedenen Nachrichtendiensten mit Hilfe eines Screenreaders möglich, der Text in Sprachausgabe bereitstellt zum anschließenden Anhören.

Die Blindenschulen in Indonesien (Medan + Surabaya) sowie in Myanmar benötigen deshalb grundsätzlich und regelmäßig passende Endgeräte je nach Einsatzzweck. Der konkrete Bedarf sieht wie folgt aus:

Artikel

Einzelkosten

Gesamtkosten

15 Laptops

430,00 €

19.350,00 €

10 Smartphones

200,00 €

2.000,00 €

1 Drucker

360,00 €

360,00 €

36 x Sprachsoftware

42,00 €

1.500,00 €

 

 

23.750,00 €

 

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Stabwechsel bei der Hildesheimer Blindenmission

Im Juni tritt der bisherige Leiter der Hildesheimer Blindenmission, Pastor Frank Ewert, in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist Pastor Andreas Chrzanowski aus Hannover. Seit Anfang April arbeiten beide für eine Übergangszeit zusammen. Wir befragten den alten und den neuen Geschäftsführer.

Herr Pastor Ewert, nach zehn Jahren scheiden Sie aus der Hildesheimer Blindenmission aus. Was hat Ihre Arbeit in dieser Zeit geprägt?

Die Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden und Schulen war sehr intensiv und hat viel Freude gemacht. Wir haben zahlreiche Gottesdienste, Unterrichtsstunden, Schul- und Gemeindefeste gestaltet und konnten dabei von den Lebensumständen der blinden Schülerinnen und Schüler und ihrer Familien berichten. Aber auch das Angebot der Schulen in Asien wurde ausgebaut und verbessert: Wir konnten eine neue Blindenschule in Myanmar eröffnen; in Indonesien wurde eine Radiostation für Blinde eingerichtet; und in allen Schulen wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Berufschancen entwickelt.

Worin sehen Sie die Herausforderungen für die Zukunft der Arbeit?

In allen Ländern, in denen wir tätig sind, steht die Umsetzung der Inklusion auf der Tagesordnung. Mithilfe der Computertechnik werden Blinden sehr viele neue Lern- und Arbeitsbereiche zugänglich werden. Diese Entwicklung bietet große Chancen, ist aber auch kostenintensiv. Hier benötigen die Schulen weiterhin unsere Unterstützung.

Herr Pastor Chrzanowski, kannten Sie die Hildesheimer Blindenmission bereits vor Ihrem Dienstbeginn?

Auf die Hildesheimer Blindenmission bin ich das erste Mal in meiner Zeit als Pastor in Ostfriesland aufmerksam geworden. Im Konfirmandenunterricht haben wir uns darüber informiert und für blinde Kinder Spenden gesammelt. Vor gut fünf Jahren gab es für mich eine direkte Begegnung: Da hatte ich in meiner Tätigkeit als Blinden- und Sehbehinderten-Seelsorger der Hannoverschen Landeskirche zusammen mit der Hildesheimer Blindenmission einen Gottesdienst im Dunkeln organisiert. Mir ist dieser Nachmittag in lebhafter Erinnerung geblieben, nicht nur wegen der 200 Besucher und Besucherinnen, die kamen, sondern wegen der Schülergruppe aus Myanmar, die in dem Gottesdienst sang. Und hinterher gab es spannende Gespräche über die Blindenhilfe in ihrem und unserem Land.

Welche Erfahrungen bringen Sie mit für Ihre neue Aufgabe?

In den letzten acht Jahren habe ich mich sehr intensiv mit der Thematik von Blindheit und Sehbehinderung auseinandergesetzt. In meiner Funktion als Beauftragter für Blinden- und Sehbehinderten-Seelsorge habe ich seheingeschränkte Menschen beraten, landesweite Fortbildungen für Gemeinden und Einrichtungen durchgeführt und an der Blindenschule in Hannover unterrichtet.

Zudem gibt es für mich auch immer einen persönlichen Bezug zu diesem Thema. Während meines Theologiestudiums wurde bei mir eine erbliche Augenkrankheit festgestellt, und ich erblindete kurz vor meinem Examen.

Aufgewachsen bin ich in der Uckermark, der Prignitz und in der Nähe von Worpswede. Meine Frau Viola ist ebenfalls Pastorin; in Ostfriesland teilten wir uns über 18 Jahre lang eine Pfarrstelle. Dort entdeckte ich auch meine Leidenschaft für die plattdeutsche Sprache: Beim NDR-Radio gehörte ich zu den Sprechern der plattdeutschen Andachten.

Was sind nun ihre ersten Eindrücke von ihrer neuen Arbeit?

In diesen Tagen lerne ich die Geschäftsstelle mit ihren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kennen. Außerdem mache ich mich vertraut mit der Geschichte und den Projekten dieser ältesten Blindenmission in Deutschland. Auf die Arbeit freue ich mich, da mir die Förderung blinder Menschen sehr am Herzen liegt. Blinde Schüler*innen haben überall das gleiche Anliegen: Sie wollen zu selbstständigen und selbstbestimmten Menschen heranwachsen. Ihnen darin Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, ist das Anliegen der Hildesheimer Blindenmission seit ihren Anfängen Und das kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Das ist bis heute aktuell.

Herr Ewert und Herr Chrzanowski, wir wünschen Ihnen beiden alles Gute und Gottes Segen.